So fing alles an

Eigentlich beginnt die Erfolgsstory der LIEBESPERLEN mit einem Misserfolg.
Und das kam so: Ein Theaterfest stand ins Haus, und damit die nie dagewesene Herausforderung, doch mal "was Nettes für die Leute" zu bieten. Nichtsahnend erboten sich die Herren Huber & Uter, einige Titel von Elvis und Peter Kraus zum Vortrag zu bringen. Im Foyer. Als Rausschmeißer. Sie versagten auf der ganzen Linie. Denn die Leute ließen sich nicht rausschmeißen, sie blieben. Als Zugabe wiederholten wir der Einfachheit halber das ganze Programm. Das muss so um 1988 gewesen sein.Es kam wieder ein Theaterfest und wieder stand die nie dagewesene Herausforderung im Raume: "Mal was Nettes...". Eine Band wurde zusammengestellt, Ulrike Knospe und Nicole Averkamp aus dem Schauspiel-Ensemble sowie Günter Burchert vom Kinder- und Jugendtheater ergänzten das Team, und ein ziemlich schräges 50iger Jahre-Programm wurde mit der Leichtigkeit des Einmal- und nie wieder-Juxes auf die Bühne gepfeffert. Zugabe: Das Ganze noch einmal. Logisch. Das war 1989.

Nun hörte die seinerzeitige Theaterleitung im Geiste die Kassen klingeln. Jost Krüger, Heinrich Huber und Jürgen Uter erhielten den Auftrag für eine abendfüllende Schlagerrevue. Aus dem Ensemble des Kinder- und Jugendtheaters wurde Tanja Kuntze dazu gebeten, Mathias Herrmann aus dem Schauspiel. Die Band wurde auf eine Dame und acht Herren erweitert = HH´s Goldene Elf. Die Schauspiel-Disponentin Renate Knölker nervte tagein, tagaus: "Was soll ich auf den Probenplan schreiben? Wie heißt Euer Stück denn nun?" -"Weiß nich... Schreib von mir aus hin Liebesperlen", resignierte ich. Premiere war Silvester 1989.

Und dann ging eigentlich alles sehr schnell: 140000 Zuschauer sahen in elf Spielzeiten 300 Vorstellungen. Schauspielleiter kamen und gingen. Die LIEBESPERLEN blieben. Solisten kamen und gingen (Katharina Abt, Iris Atzwanger, Sebastian von Koch, Stephanie Japp), eine Ehe wurde geschlossen (Nicole Averkamp und Mathias Herrmann), Kinder wurden geboren (sie singen heute manchmal beim Soundcheck mit), die Programm-Fassungen wechselten und das Bühnenbild. Eine LKW-Ladung Wybert-Pastillen wurde gelutscht, 196 km Mikrokabel ver- und entknotet, Kostüme enger gemacht und weiter... Gastspiele in kleinsten Hütten und größten Hallen, nächtelange CD-Aufnahmen, Umbesetzungen und immer wieder Proben, Proben, Proben. ,,Macht das eigentlich noch Spaß?" werden wir manchmal mitfühlend gefragt.

-Ja.- Denn die LIEBESPERLEN sind ein Stück unseres Lebens geworden. Eine Liebes(perlen)geschichte.


Heute präsentieren wir Ihnen LIEBESPERLEN im Internet. Uns zur Freude und Ihnen... mal was Nettes. Ebend.

Also dann -Vorhang auf: Mu-hu-huhn-leid.

Jürgen Uter